02.08.10 HVV Fähre Richtung Övegönne

Sommerzeit. Es ist warm, doch der Himmel ist grau. Ich sitze oben an Deck zwischen Haufen von Touristen. Ich denke an den Sonnenuntergang auf der öffentlichen Fähre in Brisbane und  an die abenteuerlichen An- und Ablegemannöver  der Fähren der Nahverkehrsbetriebe in Bangkok. Großes Kino für umgerechnet ein paar Cent. Oder sogar All incl. im Tagesticket. Der Mut sich unter das gemeine Volk zu mischen wird mit einer prallen Ladung schönsten Lebens belohnt. Der Fluß so breit und der Himmel so hoch wie das Fernweh. Beim Fähre fahren in Hamburg hole ich mir jedes Mal ein kleines Stück davon zurück.

Heute kann sich das Wetter nicht entscheiden. Bleibt das Grau hell und licht oder wird es sich verdunkeln und beschweren bis der Regen fällt. Ein Vogel fliegt dicht vor der Nase des Schiffes vorbei, um dann senkrecht Richtung Himmel durchzustarten. Ich denke an Amina, drei, die vorgestern zu mir sagte: “Ich bin so groß wie der Himmel, aber fliegen kann ich noch nicht.“ Wobei die Betonung mit der größten Selbstverständlichkeit dieser Welt auf dem „noch“ lag. „Wenn ich ein Vogel bin kann ich fliegen.“

Ich bin tief berührt, ob so viel Unendlichkeit. Das Schiff tutet. Der Wind weht. Die Krähne haben einen neuen Container am Haken und da spricht Gott durch dieses Kind.

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